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| Leher Geschichten: Leher Briet (1. Teil: 1948 -1954) | Inhalt |
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| Wann beginnt die Erinnerung? Es ist schwer zu sagen. Kleine Szenen tauchen auf, wechseln sich mit Lücken ab, werden erst später ein Ganzes. 1948 Am Abend eines grauen Novembertages kam ich im Leher Krankenhaus in Bremerhaven zur Welt. Schon war ich ein Leher Briet. So durften sich nur gebürtige Leher nennen. ![]() Wir waren eine typische Nachkriegsfamilie. Als mein Vater aus der Kriegsgefangenschaft kam bezog er ein möbliertes Zimmer bei einem kinderlosen Ehepaar. Die Männer verband eine ähnliche Vergangenheit, beide waren vor dem Krieg zur See gefahren. Die Gefangen- schaft hatte meinen Vater sehr zermürbt. Als er 1947 meine Mutter kennen lernte, glaubte er nur noch sechs Monate zu leben. Trotzdem heirateten sie und ich ließ nicht allzu lange auf mich warten. Für uns drei war es in dem möblierten Zimmer in der Potsdamer Straße 57 reichlich eng. Im Zimmer stand eine Kochplatte, das Bad durften wir mitbenutzen. Mein Vater hatte schnell bei den Amerikanern in der Roter-Sand-Kaserne (heute Hotel Havenhostel) als Heizer Arbeit gefunden. Es hieß aber auch für ihn, dass er häufig nachts arbeiten musste. Meine Mutter musste dann bei Wind und Wetter mit mir im Kinder- wagen unterwegs sein, damit mein Vater schlafen konnte. Hafenstraße (17. Juli 1949) |
Meine Wurzeln in Lehe Die starken Werftarbeiter Bäckerburschen Vollmond in Bremerhaven Leher Briet |