Das Haus des Mohren
Bremerhaven, März 2009: Dieses Wohn und Geschäftshaus in der Hafenstraße ...
Bis 2009 gab es in der Hafenstraße im Haus mit der Nummer 81 ein Fachgeschäft für Haushalts- geräte. Nachdem die Ladenräume anschließend für einige Zeit leer standen, wurden im Frühjahr 2010 neue, hohe Schaufenster eingebaut, die denen des benachbarten Ladens angepasst sind. Damit erhielt das Haus mit seiner Gründerzeitfassade im Bereich der oberen Stockwerke ein ein- heitliches Aussehen, so wie es zur Zeit seiner Erbauung einmal der Fall gewesen sein wird.
... ist das Haus des Mohren (Mai 2010).
Nachdem die Verkleidung über den flachen Schaufenstern des ehemaligen Fachgeschäfts für Haushaltsgeräte entfernt worden war, auf der bis dahin das Firmenschild angebracht gewesen war, tauchten plötzlich Bilder aus meiner frühen Kindheit vor meinen Augen auf: In diesem Haus wohnte einst der Sarotti Mohr!
Das alles ist jetzt schon lange her ... Lange her sind auch die Zeiten, als es in einem der Häuser gegenüber des Leher Stadtparks noch eine Buchhandlung in der Hafenstraße gab. Jetzt gehören die bücherlosen Jahre dort aber der Vergangenheit an. Durch die neuen Schaufenster des Mohrenhauses aus meiner Kindheit blickt man jetzt in eine Buchhandlung mit dem Namen "Mausbuch".
Die Spuren der Vergangenheit über dem neuen Schaufenster
Wenn das kein gutes Omen ist, ... - vielleicht kehrt ja doch eines Tages die Vielfalt der Geschäf- te von damals in die Hafenstraße zurück, so dass sie wieder zu einem lebendigen Einkaufs- und Geschäftszentrum von Lehe wird, wie sie es während der Zeit meiner Kindheit war. Der Sarotti Mohr wird jedoch nicht wieder in der Hafenstraße einziehen. Nachdem Sarotti zuerst von einem großen deutschen Schokoladenhersteller, und dann zusammen mit diesem von einem noch größeren Schweizer Schokoladenhersteller übernommen worden war, wurde die Marke Sarotti später aufgegeben. Mit ihr verschwand dann auch der kleine schwarze Herr irgendwann aus der Öffentlichkeit. © Jürgen Winkler Quelle "Sarotti": Die Geschichte Sarotti's auf sammeln-sammler.de *) Foto "Der Sarotti Mohr": © Stephan Windmüller (CC: BY-SA 3.0)
Über den neu eingebauten Fenstern waren auf dem Putz der Haus- wand noch die Spuren des Werbeschriftzugs des ehemaligen Schla- raffenlandes zu erkennen, in dem der kleine, ganz in Blau und Rot gekleidete schwarze Herr mit seinem großen Turban auf dem Kopf, der wehenden Jacke und seiner weiten Pluderhose vor langer Zeit residierte. Ich habe die ersten vier Jahre meines Lebens etwas wei- ter südlich in der Hafenstraße gewohnt. Mein Großvater besaß nörd- lich der Rickmersstraße einen Feinkost- & Lebensmittelladen. Ich kann mich daran erinnern, dass meine Mutter mit mir oft die Großeltern besuchte und ihren Eltern gelegentlich im Laden aushalf. Auf dem Weg zwischen unserer Wohnung und dem Laden meines Großvaters sind wir jedes Mal an diesem Schoko-Paradies vorbei gekommen, dessen Schaufenster-Dekoration mich damals dermaß- en beeindruckt haben muss, dass ich es jetzt nach all den Jahren wieder so klar vor Augen habe. Ich weiß nicht genau, wie weit im allgemeinen die Erinnerung eines Erwachsenen in seine Kindheit zurückreicht. Ich denke aber, der Sarotti Mohr kann sich mir eigentlich nur in je- ner Zeit so eingeprägt haben, als ich ungefähr fünf oder vier Jahre alt gewesen war. Nach dieser Zeit sind meine Eltern mit meiner Schwester und mir in das Neubaugebiet Leherheide-West an den Stadtrand in eine größere Wohnung umgezogen.
Eigentümerstandortgemeinschaft Lehe e.V. ‒ Verein Wohnungsvermarktungsnetzwerk
E-Mail: info@esglehe.de
Das Haus des Mohren
Bremerhaven, März 2009: Dieses Wohn- und Geschäftshaus in der Hafenstraße ...
Bis 2009 gab es in der Hafenstraße im Haus mit der Nummer 81 ein Fachgeschäft für Haushaltsgeräte. Nachdem die Ladenräume anschließend für einige Zeit leer standen, wurden im Frühjahr 2010 neue, hohe Schaufenster eingebaut, die denen des benachbarten Ladens angepasst sind. Damit erhielt das Haus mit seiner Gründerzeitfassade im Bereich der oberen Stockwerke ein einheitliches Aussehen, so wie es zur Zeit seiner Erbauung einmal der Fall gewesen sein wird.
... ist das Haus des Mohren (Mai 2010).
Nachdem die Verkleidung über den flachen Schaufenstern des ehema- ligen Fachgeschäfts für Haushaltsgeräte entfernt worden war, auf der bis dahin das Firmenschild angebracht gewesen war, tauchten plötzlich Bilder aus meiner frühen Kindheit vor meinen Augen auf: In diesem Haus wohnte einst der Sarotti Mohr!
Schoko-Paradies vorbei gekommen, dessen Schaufenster-Dekoration mich damals dermaßen beeindruckt haben muss, dass ich es jetzt nach all den Jahren wieder so klar vor Augen habe. Ich weiß nicht genau, wie weit im allgemeinen die Erinnerung eines Erwachsenen in seine Kind- heit zurückreicht. Ich denke aber, der Sarotti Mohr kann sich mir eigentlich nur in jener Zeit so eingeprägt haben, als ich ungefähr fünf oder vier Jahre alt ge- wesen war. Nach dieser Zeit sind meine Eltern mit meiner Schwester und mir in das Neubaugebiet Leherheide-West an den Stadtrand in eine größere Wohnung umgezogen. Das alles ist jetzt schon lange her ... Lange her sind auch die Zeiten, als es in einem der Häuser gegenüber des Leher Stadtparks noch eine Buchhandlung in der Hafenstraße gab. Jetzt gehören die bücherlosen Jahre dort aber der Vergangenheit an. Durch die neuen Schaufenster des Mohrenhauses aus meiner Kindheit blickt man jetzt in eine Buchhandlung mit dem Namen "Mausbuch".
Die Spuren der Vergangenheit über dem neuen Schaufenster
Wenn das kein gutes Omen ist, ... - vielleicht kehrt ja doch eines Ta- ges die Vielfalt der Geschäfte von damals in die Hafenstraße zurück, so dass sie wieder zu einem lebendigen Einkaufs- und Geschäftszen- trum von Lehe wird, wie sie es während der Zeit meiner Kindheit war. Der Sarotti Mohr wird jedoch nicht wieder in der Hafenstraße einziehen. Nachdem Sarotti zuerst von einem großen deutschen Schokoladenher- steller, und dann zusammen mit diesem von einem noch größeren Schweizer Schokoladenhersteller übernommen worden war, wurde die Marke Sarotti später aufgegeben. Mit ihr verschwand dann auch der kleine schwarze Herr irgendwann aus der Öffentlichkeit. © Jürgen Winkler Quelle "Sarotti": Die Geschichte Sarotti's auf sammeln-sammler.de *) Foto "Der Sarotti Mohr": © Stephan Windmüller (CC: BY-SA 3.0)
Über den neu eingebauten Fenstern waren auf dem Putz der Hauswand noch die Spuren des Werbeschriftzugs des ehemaligen Schlaraffen- landes zu erkennen, in dem der kleine, ganz in Blau und Rot gekleidete schwarze Herr mit sei- nem großen Turban auf dem Kopf, der wehenden Jacke und seiner weiten Pluderhose vor langer Zeit residierte. Ich habe die ersten vier Jahre meines Lebens etwas weiter südlich in der Hafenstraße gewohnt. Mein Großvater besaß nördlich der Rickmersstraße einen Feinkost- & Lebensmittelladen. Ich kann mich daran erinnern, dass meine Mutter mit mir oft die Großeltern besuchte und ihren Eltern gelegentlich im Laden aushalf. Auf dem Weg zwischen unserer Wohnung und dem Laden meines Großvaters sind wir jedes Mal an diesem
E-Mail: info@esglehe.de
Das Haus des Mohren
Bremerhaven, März 2009: Dieses Wohn- und Geschäftshaus in der Hafenstraße ...
Bis 2009 gab es in der Hafenstraße im Haus mit der Nummer 81 ein Fachge- schäft für Haushaltsgeräte. Nachdem die Ladenräume anschließend für einige Zeit leer standen, wurden im Frühjahr 2010 neue, hohe Schaufenster eingebaut, die denen des benachbarten Ladens ange- passt sind. Damit erhielt das Haus mit seiner Gründerzeitfassade im Bereich der oberen Stockwerke ein einheitliches Aussehen, so wie es zur Zeit seiner Er- bauung einmal der Fall gewesen sein wird.
... ist das Haus des Mohren (Mai 2010).
Nachdem die Verkleidung über den fla- chen Schaufenstern des ehemaligen Fachgeschäfts für Haushaltsgeräte ent- fernt worden war, auf der bis dahin das Firmenschild angebracht gewesen war, tauchten plötzlich Bilder aus meiner frü- hen Kindheit vor meinen Augen auf: In diesem Haus wohnte einst der Sarotti Mohr!
Ich habe die ersten vier Jahre meines Lebens etwas weiter südlich in der Ha- fenstraße gewohnt. Mein Großvater be- saß nördlich der Rickmersstraße einen Feinkost- & Lebensmittelladen. Ich kann mich daran erinnern, dass mei- ne Mutter mit mir oft die Großeltern be- suchte und ihren Eltern gelegentlich im Laden aushalf. Auf dem Weg zwischen unserer Wohnung und dem Laden mei- nes Großvaters sind wir jedes Mal an diesem Schoko-Paradies vorbei gekom- men, dessen Schaufenster-Dekoration mich damals dermaßen beeindruckt ha- ben muss, dass ich es jetzt nach all den Jahren wieder so klar vor Augen habe. Ich weiß nicht genau, wie weit im allge- meinen die Erinnerung eines Erwach- senen in seine Kindheit zurückreicht. Ich denke aber, der Sarotti Mohr kann sich mir eigentlich nur in jener Zeit so eingeprägt haben, als ich ungefähr fünf oder vier Jahre alt gewesen war. Nach dieser Zeit sind meine Eltern mit meiner Schwester und mir in das Neubaugebiet Leherheide-West an den Stadtrand in ei- ne größere Wohnung umgezogen. Das alles ist jetzt schon lange her ... Lange her sind auch die Zeiten, als es in einem der Häuser gegenüber des Leher Stadtparks noch eine Buchhandlung in der Hafenstraße gab. Jetzt gehören die bücherlosen Jahre dort aber der Vergangenheit an. Durch die neuen Schaufenster des Mohrenhauses aus meiner Kindheit blickt man jetzt in eine Buchhandlung mit dem Namen "Mausbuch".
Die Spuren der Vergangenheit über dem neuen Schaufenster
Wenn das kein gutes Omen ist, ... - viel- leicht kehrt ja doch eines Tages die Viel- falt der Geschäfte von damals in die Ha- fenstraße zurück, so dass sie wieder zu einem lebendigen Einkaufs- und Ge- schäftszentrum von Lehe wird, wie sie es während der Zeit meiner Kindheit war. Der Sarotti Mohr wird jedoch nicht wie- der in der Hafenstraße einziehen. Nach- dem Sarotti zuerst von einem großen deutschen Schokoladenhersteller, und dann zusammen mit diesem von einem noch größeren Schweizer Schokoladen- hersteller übernommen worden war, wur- de die Marke Sarotti später aufgegeben. Mit ihr verschwand dann auch der kleine schwarze Herr irgendwann aus der Öf- fentlichkeit. © Jürgen Winkler Quelle "Sarotti": Die Geschichte Sarotti's auf sammeln-sammler.de *) Foto "Der Sarotti Mohr": © Stephan Windmüller (CC: BY-SA 3.0)
Über den neu eingebauten Fenstern waren auf dem Putz der Hauswand noch die Spuren des Werbe- schriftzugs des ehemali- gen Schlaraffenlandes zu erkennen, in dem der klei- ne, ganz in Blau und Rot gekleidete schwarze Herr mit seinem großen Turban auf dem Kopf, der wehen- den Jacke und seiner weit- en Pluderhose vor langer Zeit residierte.
ESG Lehe e.V. ‒ Verein
E-Mail: info@esglehe.de
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