Goethestraße 50a
Der Architekt Adolf Brünjes reichte die Pläne für den Bau eines Wohnhauses mit Nebenge- bäuden in der Goethestraße 50a für den Bauherrn Maurermeister E. Wedemeyer ein. Später übernahm das Bauunternehmen Heinrich Friedrich als Bauherr. Im Jahre 1911 wurde das Haus fertiggestellt. Der Bauherr Rudolf Tiedemann baute es 1967 um. Im Jahre 1982 mo- dernisierten die Eheleute Czarnetzki die Bäder und bauten das Dachgeschoss ihres Wohn- hauses aus. Vor dem 2. Weltkrieg betrieb die Familie Fegebank im Erdgeschoss und dem dazugehörigen Hof eine Klempnerei mit einem Kontor. Außerdem verkaufte sie in ihrem Geschäft Lampen- zubehör. Der Geschäftsnachfolger der Familie kehrte 1945 von seinem Kriegseinsatz als Soldat nach Bremerhaven zurück, wanderte aber bald darauf nach Australien aus. Sein Ge- selle, Herr Gruner, übernahm das Geschäft und führte es weiter. Nachdem er die Klempner- ei aufgegeben hatte, zog ein Schneider in die Räume im Erdgeschoss des Hauses Goethe- straße 50a ein. *) Nachdem es etwa sechs Jahre lang leergestanden hatte, erwarb Herr Thörner, ein Mitglied der ESG-Lehe, das Haus. In der Zeit zwischen 2016 und 2018 führte er, angelehnt an das historische Original, eine fachgerechte Grundsanierung durch. Dabei achtete er beispielsweise darauf, dass der Stuck wie vor 100 Jahren gezogen wurde, die Fassade einen mineralischen Anstrich bekam und baute Fenster aus Holz mit historischer Aufteilung ein. Die originalen erhalten gebliebenen Zimmertüren wurden aufgearbeitet. Fehlende Türen wurden durch passende alte Türen ergänzt. Der Stuck an den Zimmerdecken wurde ergänzt be-ziehungsweise behutsam erneuert. Das Trep- penhaus mit der historischen Treppe konnte restauriert werden. Dabei wurden die originalen Tei- le erhalten und die fehlenden Anstriche angeglíchen. Die Gebäudetechnik wurde auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. So wurde beispiels- weise eine Decken Kapillarheizung eingebaut mit der sich die Räume im Sommer auch kühlen lassen. Details dazu finden Sie in den Informationen zur Sanierung des Nachbarhauses Uhland- straße 16. An der Rückseite des Gebäudes wurden im Rahmen der Sanierung neue Balkone angebaut. *) Die Informationen zur Geschichte des Hauses wurden Herrn Thörner von Frau Bogdan zur Verfügung gestellt, die um die Mitte des letzten Jahrhunderts als Kind mit ihren Eltern in der Goethestraße 50a wohnte. Die Geschichte der gewerblichen Nutzung der Räume im Erdgeschoss des Hauses ist ein schönes Beispiel für das Leben im Quartier während der ersten etwa sechzig bis siebzig Jahre des 20. Jahrhunderts. In vielen Häusern des Goethe-Quartiers betrieben damals noch Bäcker, Schlachter, Lebensmittelhändler oder Handwerker ihre Geschäfte und Werkstätten.
Eigentümerstandortgemeinschaft Lehe e.V. ‒ Verein Wohnungsvermarktungsnetzwerk
E-Mail: info@esglehe.de
Goethestraße 50a
Der Architekt Adolf Brünjes reichte die Pläne für den Bau eines Wohnhauses mit Nebengebäuden in der Goethestraße 50a für den Bauherrn Maurermeister E. Wedemeyer ein. Später übernahm das Bauunternehmen Heinrich Friedrich als Bauherr. Im Jahre 1911 wurde das Haus fertiggestellt. Der Bauherr Rudolf Tiede- mann baute es 1967 um. Im Jahre 1982 modernisierten die Ehe- leute Czarnetzki die Bäder und bauten das Dachgeschoss ihres Wohnhauses aus. Vor dem 2. Weltkrieg betrieb die Familie Fegebank im Erdge- schoss und dem dazugehörigen Hof eine Klempnerei mit einem Kontor. Außerdem verkaufte sie in ihrem Geschäft Lampenzube- hör. Der Geschäftsnachfolger der Familie kehrte 1945 von seinem Kriegseinsatz als Soldat nach Bremerhaven zurück, wanderte aber bald darauf nach Australien aus. Sein Geselle, Herr Gruner, übernahm das Geschäft und führte es weiter. Nachdem er die Klempnerei aufgegeben hatte, zog ein Schneider in die Räume im Erdgeschoss des Hauses Goethestraße 50a ein. *) Nachdem es etwa sechs Jahre lang leergestanden hatte, erwarb Herr Thörner, ein Mitglied der ESG-Lehe, das Haus. In der Zeit zwischen 2016 und 2018 führte er, angelehnt an das historische Original, eine fachgerechte Grundsanierung durch. Dabei achtete er beispielsweise darauf, dass der Stuck wie vor 100 Jahren gezogen wurde, die Fassade einen mineralischen Anstrich bekam und baute Fenster aus Holz mit historischer Aufteilung ein. Die originalen erhalten gebliebenen Zimmer- türen wurden aufgearbeitet. Fehlende Türen wurden durch passende alte Türen ergänzt. Der Stuck an den Zimmerdecken wurde ergänzt be- ziehungsweise behutsam erneuert. Das Treppenhaus mit der histori- schen Treppe konnte restauriert werden. Dabei wurden die originalen Teile erhalten und die fehlenden Anstriche angeglíchen. Die Gebäudetechnik wurde auf den aktuellen Stand der Technik ge- bracht. So wurde beispielsweise eine Decken Kapillarheizung einge- baut mit der sich die Räume im Sommer auch kühlen lassen. Details dazu finden Sie in den Informationen zur Sanierung des Nachbarhauses Uhlandstraße 16. An der Rückseite des Gebäudes wurden im Rahmen der Sanierung neue Balkone angebaut. *) Die Informationen zur Geschichte des Hauses wurden Herrn Thörner von Frau Bogdan zur Verfügung gestellt, die um die Mitte des letzten Jahr- hunderts als Kind mit ihren Eltern in der Goethestraße 50a wohnte. Die Geschichte der gewerblichen Nutzung der Räume im Erdgeschoss des Hauses ist ein schönes Beispiel für das Leben im Quartier während der ersten etwa sechzig bis siebzig Jahre des 20. Jahrhunderts. In vielen Häusern des Goethe-Quartiers betrieben damals noch Bäcker, Schlachter, Lebensmittelhändler oder Handwerker ihre Geschäfte und Werkstätten.
E-Mail: info@esglehe.de
Der Architekt Adolf Brünjes rei- chte die Pläne für den Bau ein- es Wohnhauses mit Nebenge- bäuden in der Goethestraße 50a für den Bauherrn Maurer- meister E. Wedemeyer ein. Später übernahm das Bauun- ternehmen Heinrich Friedrich als Bauherr. Im Jahre 1911 wurde das Haus fertiggestellt. Der Bauherr Rudolf Tiedemann baute es 1967 um. Im Jahre 1982 modernisierten die Ehe- leute Czarnetzki die Bäder und bauten das Dachgeschoss ihr- es Wohnhauses aus. Vor dem 2. Weltkrieg betrieb die Familie Fegebank im Erdge- schoss und dem dazugehörigen Hof eine Klempnerei mit einem Kontor. Außerdem verkaufte sie in ihrem Geschäft Lampenzube- hör. Der Geschäftsnachfolger der Familie kehrte 1945 von seinem Kriegseinsatz als Soldat nach Bremerhaven zurück, wanderte aber bald darauf nach Australien aus. Sein Geselle, Herr Gruner, übernahm das Geschäft und führte es weiter. Nachdem er die Klempnerei aufgegeben hatte, zog ein Schneider in die Räume im Erdgeschoss des Hauses Goethestraße 50a ein. *) Nachdem es etwa sechs Jahre lang leergestanden hatte, erwarb Herr Thörner, ein Mitglied der ESG-Lehe, das Haus. In der Zeit zwischen 2016 und 2018 führte er, angelehnt an das historische Original, eine fachgerech- te Grundsanierung durch. Dabei ach- tete er beispielsweise darauf, dass der Stuck wie vor 100 Jahren gezo- gen wurde, die Fassade einen miner- alischen Anstrich bekam und baute Fenster aus Holz mit historischer Aufteilung ein. Die original erhalten gebliebenen Zimmertüren wurden aufgearbeitet. Fehlende Türen wur- den durch passende alte Türen er- gänzt. Der Stuck an den Zimmer- decken wurde ergänzt beziehungs- weise behutsam erneuert. Das Trep- penhaus mit der historischen Treppe konnte restauriert werden. Dabei wurden die originalen Teile erhalten und die fehlenden Anstriche ange- glíchen. Die Gebäudetechnik wurde auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. So wurde beispielsweise eine Decken Kapillarheizung eingebaut mit der sich die Räume im Sommer auch kühlen lassen. Details dazu finden Sie in den Informationen zur Sanierung des Nachbarhauses Uhlandstraße 16. An der Rückseite des Gebäudes wurden im Rahmen der Sanierung neue Balkone angebaut. *) Die Informationen zur Geschichte des Hauses wurden Herrn Thörner von Frau Bogdan zur Verfügung ge- stellt, die um die Mitte des letzten Jahrhunderts als Kind mit ihren Eltern in der Goethestraße 50a wohnte. Die Geschichte der gewerblichen Nutz- ung der Räume im Erdgeschoss des Hauses ist ein schönes Beispiel für das Leben im Quartier während der ersten etwa sechzig bis siebzig Jahre des 20. Jahrhunderts. In vielen Häu- sern des Goethe-Quartiers betrieben damals noch Bäcker, Schlachter, Le- bensmittelhändler oder Handwerker ihre Geschäfte und Werkstätten.
ESG Lehe e.V. ‒ Verein
E-Mail: info@esglehe.de
Wohnumfeld
Wohnumfeld
Goethestraße 50a
Gründerzeit Quartier